Dreimal Australien, dreimal Camper, drei verschiedene Firmen kennengelernt:
Die erste Reise (2006) sollte eine Reise zum Kennenlernen eines für uns unbekannten Landes bzw. Kontinentes werden. Da ist man mit Investitionen etwas vorsichtiger und auch Australien Dollar bekommt man nicht für Null Euro. So sind wir an den „Boomerang“ gekommen. Der Camper mit einer gewissen runden Alkhofen Wohnkabine auf einem Toyota. Eine, ständig nach Benzin riechende Wackelkiste, bei der man ab Tempo 80 sich das Hanteltraining ersparen kann. Weiteres möchte ich, besonders zum Service hier nicht mehr äußern, denn die Wut steckt immer noch so tief, dass ich hier nicht gleich unangenehm auffallen will.
Dennoch, der Schönheit und der immer wieder neu zu erwartenden Erlebnisse auf diesem Kontinent tat diese Erfahrung kein Abbruch.
Also 2007 wieder hin – diesmal mit einem VW-Bus mit Aufstelldach von KEA, der jetzt wohl Flip-Flop genannt wird. Wer Camping mag und wem ein wenig Räumerei nicht zu viel ist, der ist mit diesem Auto bestens bedient. Da es sich hierbei um einen VW mit langem Radstand handelt, ist auch der Innenraum gut, aber nicht üppig, ausreichend. Das Auto fährt sich eben wie ein VW - besonders gut, der Blinkhebel ist, wie bei uns, an der gewohnten Seite. Der Service, die Übergabe in Perth und die Abnahme in Darwin wurden von einem exelenten Service bestimmt.
Nun, in diesem Jahr, gerade wieder nach Hause gekommen, hatten wir die Erfahrung mir der Vermietungsfirma Britz – dem Monoposlisten Australiens – und das nutz er gewaltig aus! Im Nachhinein muss ich sagen, leider, es war schade, dass KEA uns kein Angebot (auf Autowunsch und Termin) für unser Vorhaben zur Verfügung stellen konnten.
Abgesehen davon, dass er der einzige Vermieter ist, der sich alles, was selbstverständlicher weise zum campen braucht (Stühle, Tisch) extra bezahlen lässt, es sei denn, man schließt die hohe Al-Inklusiv- Versicherung ab. Als erstes Fahrzeug mieteten einen Escape. Übergabe in Alice Springs. Ein total genervtes, überfordertes und klagendes (Heute ist so viel zu tun, über 15 Abgaben und jede Menge Neuübernahmen) Personal stand uns gegenüber. Bisher nahm ich an, dass dieses Geschäft auf eine Basis beruhen kann, wo, wegen der klaren Termine und sehr zeitig abgeschlossenen Mietverträge, eine klare Planung möglich ist und Stoßgeschäfte absehbar sind. Man drückte uns einen DVD Player mit entsprechender DVD in die Hand, die uns das Auto in windeseile erklärte. Schade nur, dass man dieses DVD nicht zweimal ansehen konnte, da der Akku bereits schon ständig seine Meldung gab, dass er dringend Nahrung bräuchte. Wir bekamen in der Tat ein von mehreren Vormietern recht hingehunztes Auto. Schon von außen klar erkennbar, übersät im Dellen, Rissen und schlecht funktionierenden Schlössern. Ein anderes Modell, so sagte man uns gleich, könne man uns nicht zur Verfügung stellen. Die Mängel im Wohnbereich hier aufzulisten, würde den Rahmen des Forums sprengen. Zum Glück übernachteten wir in der ersten Nacht in Alice Springs und konnten somit am nächsten Tag noch einige Mängel, nicht schließbare Fächerklappen, kaputten Campingstuhl, beheben lassen. Unser Hinweis, dass wohl die Klimaanlage nicht richtig funktioniere, wurde mit der fachmännisch wirkenden Auskunft beantworte, dass diese immer erst einmal etwas im Wechsel von kühlerer und wärmerer Luft arbeitet, dass gibt sich aber bei längerem Gebrauch. Klimaanlagen unerfahren, glaubten wir den M... .
In Darwin angekommen, mussten wir fuhren wir sofort zu Britz, denn man gab uns ja in AS die Anschrift mit, sogar mit Stadtplanauszug. Britz, Start Highway - - nanu? – uns gab man doch bei der Anmietung in Deutschland eine andere Adresse, die, die wir von 2006 kannten, Bombing Road! – Und diese Anschrift steht auch im Reiseführer von 2007!! Bestimmt ist Britz umgezogen. Nachdem wir dreimal in Darwin den Stuart Highway rauf und runter gefahren sind, versuchten wir es mit der Bombing Road. Und wen fanden wir dort? BRITZ, der bereits vor drei (in Worten DREI) Jahren vom Start Highway zur Bombing Road gezogen ist, wie wir erfahren haben.
Hier in Darwin überraschte uns ein sehr kompetentes und freundliches Personal. Man merkte dem Büro an, dass hier eine gewisse Struktur herrscht und die Kunden gut bedient wurden. Wir schilderten unser Air-Kondition Problem und sofort nahm man sich diesem Anliegen an. Nach einer eingehenden Prüfung wurde uns mitgeteilt, dass die Air-Kondition defekt sei (was wir übrigens auch schon in AS bemerkten!) Man könne diese nicht reparieren, aber sie bieten uns ein ebenbürdiges Fahrzeug an. Man hat uns „ge-upgradet“ und wie bekamen den Maui. Für die restlichen 5 Tage in der heißen Stadt Darwin. Nun konnten wir eine gut funktionierende Air-Kondition genießen.
Dazu muss man sagen, dass von außen bei den Mietfahrzeugen ein deutlicher Unterschied zwischen Maui und Britz zu erkennen ist. Der Innen/Wohnraumbereich ist ebenso schlecht gewartet, wie bei Britz – obwohl das alles ein und das gleiche Unternehmen ist.
Dennoch – nochmals, das Personal und die Erfahrungen mit Britz in Darwin waren optimal gut!
In Sydney (nicht wundern: Flug Darwin Sydney) haben wir dann einen Voyager in Empfang genommen. Ein Auto, dem man die über 124 000 km deutlich ansah. Die Sorge, das Gepäck unterzubringen erwies sich als unberechtigt, jedoch muss dazu deutlich gesagt werden, dass eigene Campingerfahrungen mit einem eigenen VW-Camper uns hier SEHR zugute kamen. Man muss schon die Vorgaben, wo Britz die notwendigen Utensilien (Leiter, Schläuche ect.) ignorieren und „überviele“ Lückenräume sinnvoll füllen. Das Schlafen im oberen Bereich erwies sich für einen ausgewachsenen Menschen als unzumutbar. Auf der Seite Schlafen würde ein Ankratzen der Schulter mit sich bringen. Es ist wirklich etwas für kleine Kinder, die keine Angst oder Klaustophobien haben. Somit bestand die Wahl zwischen Regenwurm („eingekastet“ umgeben von Autoblech bzw. aufgeklebten Filz) oder Sardinen. Wir haben uns für letzteres entschieden, da der Schlafbereich in diesem Auto wirklich reichlich bemessen ist und „nach oben hin“ viel Luft ermöglicht.
Die Übergabe in Sydney war wieder mit der DVD begleitet, dennoch ein angenehmes Personal, das sich nach Kräften gut bemüht, aber eben kein Fachpersonal ist. Man merkte deutlich, Freundlichkeit ja, Kenntnisse, fachliche Qualitäten – Organisationsstrukturen nein.
Nun die Abgabe in Brisbane. Von der Mietvermittlung in Deutschland (123camper.de.de – die ich trotzdem SEHR empfehlen kann!!!) bekamen wir die Auskunft, dass der Zeitraum der Abgabe ab 8 Uhr möglich ist. Jedoch wurde erst um 10 Uhr das Büro geöffnet, obwohl – bestimmt aus Gründen des Abflugtermins, bereits seit ca. 9 Uhr mindestens 6 Autos abgegeben werden wollten und ebenso mindestens 3 geholt werden wollten. Das sich daraus ergebene Chaos hier zu beschreiben, würde den Bericht noch einmal so lang werden lassen. Nur so viel, bei der Abgabe durften wir nicht anwesend sein! Es alles in Ordnung, obwohl ich viele Mängel angeben hätte können – aber damit wird sich dann der Nachmieter ebenso rumärgern müssen, wie wir auch.
Fazit: Ich würde jedenfalls diese Firma Britz nach Möglichkeit nie wieder in Anspruch nehmen wollen!





