Mit 32 Jahren zu alt?

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Postby Hoschi* » 3. Dec 2005, 19:09

Hi,

ein Freund von uns ist vor 6 Jahren ausgewandert und die Bedingungen waren neben sehr guten Englischkenntnissen, schon ein gewisses Eigenkapital (damals ca. 50.000 DM), einen nachgewiesenen Job zu haben und Unterkunftsmöglichkeiten. Die Australische Regierung will sich sicher sein, dass Du als Einwanderer auf jeden Fall die ersten 24 Monate allein klar kommst, denn es gibt solange keine finanzielle Unterstützung.

Im Moment werden allerdings händeringend ausgebildetete ausländische Fachkräfte aus allen Wirtschaftsbereichen gesucht (schau mal auf die Seite der Australischen Botschaft hier in Deutschland www.australian-embassy.de, dort stehen Einzelheiten) und die Chancen dort einzuwandern sind z. Zt. sehr, sehr gut. (Ach ja, auch die Altersbeschränkung ist daher gelockert worden...)

Von Vorteil ist es tatsächlich, wenn du dort schon jemanden kennst (Verwandte sind von Vorteil, Freunde sind auch ok), der ggf. für dich bürgen kann (wird bei der Einwanderung sehr gerne gesehen).

Ich hoffe, dir so ein bißchen weitergeholfen zu haben... (bei einem Traum, den ich auch noch nicht zuende geträumt habe :wink: )

Schöne Grüße
Hoschi*
:-)
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Postby aurenia » 3. Dec 2005, 19:38

Hi :-),

danke für den Link zur Botschaft, ich hab schon versucht genauere Infos zu den Berufen zu kriegen... tja, nun sehe ich, da hab ich schlechte Karten. Ich bin ein ganz normaler Wald-und-Wiesen-Mensch mit Null wissenschaftlichen Qualifikationen oder auch nur Ambitionen. Alle anderen Bedingungen müßten sich machen lassen, aber der berufliche Aspekt ist glaube ich sehr wichtig für die australische Regierung, soweit ich das bisher sehe? Ich wollte eigentlich was handwerkliches machen, etwas neues dort aufbauen, auch nicht in der Stadt, sondern draußen auf einem eigenen Stück Land. Wie gut sind denn die Chancen, daß man reindarf, wenn alle Bedingungen erfüllt sind außer den beruflichen? Was ist, wenn man nachweisen kann, daß man sich einfach selbst ernähren kann?

Hoschi* wrote:Ich hoffe, dir so ein bißchen weitergeholfen zu haben... (bei einem Traum, den ich auch noch nicht zuende geträumt habe :wink: )
:-)


Ja, vielleicht :-). Und was, wenn ich fragen darf, ist es bei dir, woran es noch hängt?
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Postby Sunny Sunshine® » 4. Dec 2005, 06:37

Lieber Hoschi,

beachtest Du bitte das es viele verschiedene Moeglichkeiten der Emigration gibt und je nach Art der Antragstellung (Class-Nr.) die Bestimmungen je nach dem recht Unterschiedlich sind.

Und die Liste der im Moment bevorzugten Berufe (so wie speziell Erntehelfer) aendert sich laufend bzw. von Jahr zu Jahr.

In dem von Dir beschriebenen Beispiel setzt es z.B. voraus das du einen Arbeitgeber/-Vertrag bereits hast bzw. ein Arbeitgeber dich speziell anfordert.

Aber auch, das Deine Ausbildung und Berufstaetigkeit in Australien anerkannt wird, und hier scheiden sich oft die Geister.

Selbst wenn im speziellen Falle die Alterbegrenzung und/oder die erforderliche Kapitaldecke ((auch ier wieder der Hinweis !!!! es muss nicht Bargeld sein !!!!!) gelockert wurde heisst das in der Praxis noch garnichts.

Es heisst lediglich das u.U. der Antrag bevorzugt behandelt wird, heisst du rutschst in der Warteliste hoeher, bist aber u.U. auf Grund Alter und/oder fehlendem Geld immer noch unter ferner liefen.

Das selbe gilt fuer das Puntkesystem. Die erforderliche Punktezahl erreichen heisst noch lange nicht gruenes Licht. Denn sind mehr Kandidaten vorhanden wie die Genehmigungsquote ist, und das ist jedes Jahr immer wieder der Fall, nutzt dir die Punktezahl nur wenn du besser bist wie andere.

Und noch ein Wort zu Emigration: Das Emigrationoffice und der Zustaendige Sachbearbeiter haben die absolute Gewalt ueber den Antrag. Selbst wenn alle Fakten erfuellt sind heisst das in der Praxis noch recht wenig falls der Sachbearbeiter einen anderen Eindruck hat.

Und die Bedingungen zur Emigration nach Australien werden von Jahr zu Jahr strenger.

Uebrigengs steht nirgends wieviel Geld man haben muss, auch nicht wieviel Geld Emigration erwartet. Die genannten Summen sind einfach Erfahrungswerte aus privaten Infos, aber offiziell nicht bestaetigt.

Und was vor 6 Jahren (oder wie bei mir vor 5 Jahren) gueltig war hat heute keine Bedeutung mehr, denn die Einwanderungsgesetzte sind in den letzten 2 Jahren restlos ueberarbeitet und erschwert worden, und sie werden von Jahr zu Jahr weiter erschwert werden.

Einwandern nach Australien mit ""Nichts"" ist inzwischen fast unmoeglich, selbst bei Familienzusammenfuehrung wird es immer schwerer.

Bei regulaerer Einwanderung, also nicht via vorhandenen Arbeitsgeber, wird uebrigens kein Jobnachweis gefordert. Der Grund ist simple ... in der Zeit der Probe darfst Du naehmlich nicht Arbeiten, daher auch der noetige Kapitalnachweis.

Aber das ist wie gesagt je nach Class unterschiedlich.
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Sunny Sunshine®
 

Postby Hoschi* » 4. Dec 2005, 13:06

Hallo Sunny,

das sich die Einwanderungsregeln ständig ändern ist mir auch bekannt und das es unterschiedliche "Wege" gibt ist mir auch klar. Das von mir beschriebene Beispiel ist ja auch nur die Vorgehensweise mit der unser Freund den Sprung geschafft hat.

Nichtsdestotrotz stehen die Chancen z. Zt. sehr gut auf der beruflichen Schiene ins Land zu kommen, da der Aufruf durch die australische Regierung nach Fachkräften (aus allen Bereichen, die einen mehr, die anderen weniger) sehr laut geworden ist und hier in Deutschland auch durch sämtliche Medien gegangen ist...



Hi Aurenia,

Ja, vielleicht . Und was, wenn ich fragen darf, ist es bei dir, woran es noch hängt?


naja, es sind eigentlich verschiedene Gründe..

Zum einen bin ich nicht allein, sondern habe Mann und Kind. Wir haben eine fast 7-jährige Tochter, die gerade in die Schule gekommen ist... Die Englischkenntnisse meines Mannes sind - naja... :shock: Gut, das sind Dinge, die kann man lernen und kein ausschlaggebender Grund, aber ich glaube seine Motivation ist auch nicht so intensiv wie meine einfach mal eben das Land zu verlassen und nach Australien auszuwandern...

Wir waren jetzt zweimal mehrere Wochen dort (schon mit unserer Tochter) und mich hat ein unbeschreibliches Fernweh gepackt... Die Idee dort zu leben reizt mich sehr, allerdings entscheide ich eben nicht für mich allein, sondern habe meine Familie...

Ich denke eher, das es eine Art "Altersruhesitz" werden könnte, nicht permanent, sondern halbjährlich hier und dort... Wir werden sehen...

Hoschi* :-)
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